11 Minuten Lesezeit
Ein Tag in Cannes

Cannes: Mehr als der rote Teppich – Eine Reise durch die Geschichte

Wenn die meisten Menschen das Wort Cannes hören, denken sie sofort an den roten Teppich.

Jedes Jahr strömen die Filmstars, Regisseure und Prominenten der Welt zum berühmten Filmfestival von Cannes an die französische Riviera und bringen Blitzlichter, Abendkleider, spektakulären Schmuck und jede Menge Glamour mit.

Doch Cannes ist viel mehr als nur sein Filmfestival.

Hinter den Luxushotels, Designerboutiquen und Yachten verbirgt sich eine viel ältere Stadt mit einer über zweitausendjährigen Geschichte. Ihr historisches Viertel, die lebhaften Märkte, der alte Hafen und die verwinkelten Gassen offenbaren eine ganz andere Seite von Cannes – eine, die es wert ist, entdeckt zu werden.

Und wie geht man dabei am besten vor?

Zu Fuß.

Von der ligurischen Siedlung zur Riviera-Ikone

Die Geschichte von Cannes beginnt lange vor dem Eintreffen der Filmkameras.

Die Ursprünge der Stadt reichen bis ins 2. Jahrhundert v. Chr. zurück, als die Ligurer eine Siedlung namens Aegitna gründeten. Später besetzten die Römer das Gebiet, und die Siedlung entwickelte sich allmählich um den Hügel herum, der heute als Le Suquet bekannt ist.

Der Name Cannes entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte. Im 10. Jahrhundert war die Stadt als Canua bekannt, ein Name, der mit dem in der Gegend wachsenden Schilf in Verbindung stand.

Es ist schwer, sich diese antike Landschaft vorzustellen, wenn man heute auf der Croisette steht, umgeben von Luxusboutiquen und Fünf-Sterne-Hotels.

Doch wenn man hinauf nach Le Suquet steigt, wirkt die moderne Stadt plötzlich sehr weit entfernt.

Le Suquet: Das alte Herz von Cannes

Le Suquet ist der älteste Teil von Cannes und der perfekte Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden.

Das Viertel, das auf dem Hügel mit Blick auf den Alten Hafen erbaut wurde, besteht aus engen, gewundenen Gassen, farbenfrohen Fassaden, kleinen Plätzen und Treppen, die allmählich nach oben führen.

Das ist Cannes von seiner charmantesten Seite.

Die Atmosphäre ist wunderbar anders als auf den Prachtboulevards unten. Statt luxuriöser Modehäuser und riesiger Hotels findet man hier kleine Restaurants, Cafés und lokale Läden, die sich in die alten Gassen einfügen.

Lassen Sie sich hier Zeit. Es besteht keine Notwendigkeit, einer festgelegten Route zu folgen.

Wandern.

Nachschlagen.

Biegen Sie in eine kleine Seitenstraße ein, die interessant aussieht.

Manche der schönsten Ecken von Le Suquet entdeckt man eher zufällig.

Steigen Sie auf den Gipfel des Hügels

Auf dem Gipfel des Le Suquet steht die zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert erbaute Kirche Notre-Dame d'Espérance , zusammen mit den Überresten der mittelalterlichen Befestigungsanlagen.

Der Hügel ist seit Jahrhunderten das strategische Herz von Cannes.

Eines der bekanntesten Überbleibsel seiner mittelalterlichen Vergangenheit ist der quadratische Turm des Castre-Museums , der aus dem 11. Jahrhundert stammt.

Von ganz oben ist die Belohnung spektakulär.

Blicken Sie über die Dächer der Altstadt hinweg zum Vieux Port und dann über das Mittelmeer zu den Lérins-Inseln . An klaren Tagen reicht der Blick entlang der Küste bis hin zum imposanten Esterel-Gebirge.

Es ist einer der besten Panoramablicke in Cannes – und eine sehr gute Erinnerung daran, dass diese Stadt schon lange vor dem roten Teppich existierte.

Marché Forville: Die Aromen von Cannes

Nach der Erkundung von Le Suquet sollten Sie unbedingt den Marché Forville besuchen, die berühmte Markthalle von Cannes.

Hier spürt man die besondere Lebendigkeit der Stadt.

D